Walk of Shame: Wir danken über 800 Menschen

Impressionen

Wir danken über 800 Menschen, die -trotz Schmuddelwetter – am 21.11.2020 mit uns auf die Straße gegangen sind um ein Zeichen gegen den Immobilienfilz dieser Stadt zu setzen.

Fotos: Margit Czenki, Birgit Otte, Sebastian Linke

Ein starkes Zeichen der Solidarität und der Vernetzung

Neben uns haben 12 weitere Initiativen zum Walk of Shame aufgerufen und ihn unterstützt. Ein starkes Zeichen der Solidarität und der Vernetzung (Initiative Sternbrücke, Viva la Bernie, Initiative Esso Häuser, WOHL ODER ÜBEL, Park Fiction, St. Pauli selber machen, Gängeviertel, St. Pauli-Archiv, Centro Sociale, St. Pauli Office, Gnadenkoppel e. V., fux eG)

Danke!

Shame, Shame, Shame… Stoppt das Paulihaus.
Walk of Shame Demo am 21.11.2020 startet am Millerntor Platz 1.

Walk of Shame Soundtrack

Wir haben von euch viel Lob für unsere Musikauswahl am Samstag erhalten. Wer sich die Playlist nach Hause holen will, kann das jetzt tun. Auf Spotify findet ihr den Sound zum Walk of Shame.

Hier findet ihr die Spotify Playlist.

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Pressemeldung der Initiative Sternbrücke

Initiative Sternbrücke
Initiative Sternbrücke

Bündnis: Samstag „Walk of Shame“ durch St. Pauli und die Schanze

Petition: Fast 11.000 für den Erhalt der Sternbrücke – Tendenz steigend!

Politische Auseinandersetzung wird härter 

Im breiten Bündnis mit weiteren Initiativen aus St. Pauli lädt die Initiative Sternbrücke am Samstag ab 15 Uhr zu einem „Walk of Shame“, bei dem mehrere aktuelle Fehlplanungen des Senates besichtigt und erläutert werden, darunter auch die Sternbrücke.

Die Petition für den Erhalt der Sternbrücke hatte am Montag die Marke von 10.000 Unterstützer:innen erreicht und liegt inzwischen bei fast 11.000.

Die Initiative Sternbrücke begrüßt die klare Positionierung der SPD Altona gegen den derzeitigen Brückenentwurf und die gestrige Entscheidung des Verkehrsausschusses in der Bürgerschaft, im Dezember mit Expert:innen eine Anhörung zur Sternbrücke durchzuführen.

Stefan Steinberg, Sprecher der Initiative Sternbrücke: 

„Dem Senat weht aus Altona und St. Pauli eine steife Brise ins Gesicht. Der Walk of Shame im breiten Bündnis mit anderen Initiativen ist ein klares Signal: So wollen wir nicht regiert werden. Die klare Positionierung der SPD Altona zur Sternbrücke gibt Rückenwind. Die Expert:innenanhörung in der Bürgerschaft macht deutlich, dass auch die Hamburger Parlamentarier:innen von der Senatslinie zur Brücke nicht überzeugt sind.“

Am morgigen Samstag, den 21. November sind alle Hamburgerinnen und Hamburger eingeladen, ab 15 Uhr ab dem Millerntorplatz den „Walk of Shame“ mitzulaufen. Die Initiativen „St. Pauli Code JETZT!“, Viva la Bernie, Initiative Esso Häuser, WOHL ODER ÜBEL, St. Pauli selber machen, Park Fiction und die Initiative Sternbrücke folgen der Spur des Geldes, einmal quer durch St. Pauli. Kommt alle mit – auf eine Safari zu Immobilien und Verbrechen und zu Förderfällen, die sich als Milliardär entpuppen. Spazier mit gegen Büroklotz, Monsterbrücke und Verdrängung und für ein buntes St. Pauli. 
(Infos unter: https://www.stpaulicodejetzt.de/)

In der Petition für den Erhalt der Sternbrücke fordern die Unterzeichnenden Bürgermeister Peter Tschentscher und Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank auf, das laufende Planfeststellungsverfahren für die Monsterbrücke unverzüglich zu stoppen und das Verlangen für die Aufweitung der Stresemannstraße und die Finanzierungszusage in Höhe von 60 Mio EUR an die Deutsche Bahn zurückzunehmen. Stattdessen sollte der Senat endlich ein transparentes Beteiligungsverfahren mit Anwohnenden und Betroffenen für die Sanierung der alten Brücke und mit zweispuriger Verkehrsführung auf der Stresemannstraße beginnen. (Infos unter: https://www.change.org/sternbruecke)

Kontakt für Rückfragen: presse@initiativesternbruecke.org

Pressemitteilung – WALK OF SHAME – Pressekit


Pressemitteilung – download-link für Bilder unten

Samstag 21. November, 15 Uhr ab Millerntor

Unter dem Hashtag #stpaulicodejetzt rufen 13 Initiativen zu einer „Demonstration als Spurensuche“ auf. Am Samstag geht es auf die Suche nach dem „Förderfall Milliardär“. Begleitet wird die Aktion von einer satirischen Plakatkampagne: Die Bürger*innen können mit Smartphone und Internet die Aufklärungsarbeit gegen die „Neuen Kiezgangster“ unterstützen. 

>> Download Pressekit

Walk of Shame Demo am 21.11.2020 von St. Pauli Code JETZT!

„Kombiniere: Werther’s vertreibt Echte Originale!“ Mit einer ungewöhnlichen Plakatkampagne im Stil der 50erjahre werben 13 Initiativen aus St. Pauli und benachbarten Stadtteilen für den St. Pauli Walk of Shame.  In einem aufklärerischen Rundgang sucht die Demonstration all jene Orte und Organisationen auf, die an der Entwicklung des sogenannten „Paulihauses“ beteiligt sind – jenes Projekts also, dass die Wochenzeitung DIE ZEIT mit der Titelzeile „In Berlin Milliardär, in Hamburg Förderfall“ auf den Punkt gebracht hat. 

Um das skandalträchtige Geflecht aus privaten Firmen und städtischer Verwaltung aufzudecken und bekannt zu machen, hat sich die Initiative „St. Pauli Code JETZT!“ eine satirische Form ausgedacht: An den Wänden des Rotlichtbezirks fahnden Poster im Stil des Wirtschaftswunder-Detektivs „Nick Knatterton“ nach der neuen „Knoppersbande“, und die Bevölkerung soll den „Meisterdetektiv Hercule Merlot“  mit dem eigenen Smartphone unterstützen.

Ähnlichkeiten mit lebenden Personen sind natürlich „rein zufällig“. So wie bei „Alec Oberwellness“, unschwer zu erkennen als milliardenschwerer Erbe Oberwelland des Storck Süßwarenkonzerns (Werther’s, Knoppers, nimm2…) über den es auf dem „Fahndungsplakat“ heißt: „Der Chef der Knoppersbande steht von Geburt an im Schatten von Vater Klaas. Statt Liebe bekam der kleine Alec Geld. Und Zucker. Heute rächt er sich. An der Welt, an Sankt Pauli. Am Pferdemarkt hat er seine Drückerkolonne, die „Pahnik-Macherei“, auf das indische Lokal Maharaja angesetzt. Als Förderfall verkleidet ergaunert sich der Berliner Milliardär Baugenehmigung und Erbpachtvertrag. Sein Ziel: Das lebendige Lokal vertreiben, damit der Neue Pferdemarkt genauso kalt und einsam wird, wie sein Herz.“

Hintergrund: Nur weil die Werbe-Agentur des Süßwarenherstellers, die Pahnke Markenmacherei, teil des Paulihaus-Baukonsortiums ist, gilt das Projekt als „Wirtschaftsförderfall“ – und kann so die üblichen langen Wege demokratischer Einflussnahme auf Planung umgehen.

Auch auf die Frage, wer denn den schlauen Schachzug erdacht haben mag, weiß die satirische Kampagne eine Antwort. Denn Teil des Konsortiums sind außer der Agentur „Alte Hasen“ wie die privatisierte STEG unter der Leitung von „Rechenfinger Jo“, und das sogenannte „Hamburg Team“, ein Projektentwicklungsfirma des ehemaligen STEG-Chefs Peter Jorzick, in der Kampagne unschwer als „Steine Peter“ zu erkennen. Über den „Strippenzieher des Konsortiums“ wissen die Aktiven zu berichten, dass sein Unternehmen praktischerweise unter derselben Adresse am Millerntorplatz logiere, wie die staatliche Liegenschaft.

„Steine Peters“ Motto bringt den argumentativen Ansatz des Walk of Shame auf den Punkt: „Amateure begehen Verbrechen – Profis machen Verträge“. Denn die neuen „Kiezgauner“ handeln streng genommen nicht ganz illegal. Ihre Immobilienvorhaben werden nur auffällig stark finanziell unterstützt (6 Millionen Euro Steuergeld will Hamburg allein für die Herstellung des Grundstücks zahlen) und arbeiten an den im Baurecht verankerten demokratischen Notbremsen und Mitbestimmungsinstrumenten vorbei. Und das ist nur möglich durch die Konstruktion des Wirtschaftsförderfalls. Und der ist hier Milliardär und Bonbon-Produzent. Verdrängt werden dadurch hundert Jahre alte Gebäude, das Restaurant Maharaja, das denkmalgeschützte Rinderhallenensemble wird beschädigt, St. Paulis kümmerlicher Baumbestand empfindlich dezimiert.

Damit sind die Initiativen nicht einverstanden.

Kombiniere:  Der Drops ist noch nicht gelutscht!  

Walk of Shame Demo am 21.11.2020 startet am Millerntor Platz 1.

Organisiert von St. Pauli Code JETZT! und St. Pauli selber machen!

sowie:
der Initiative Sternbrücke: Sie kämpft für die Erhaltung der denkmalgeschützten Sternbrücke und den Kulturort Sternbrücke mit seinen Clubs und Bars.

Viva La Bernie: Sie wollen den Werkhof in der Bernstorffstraße 117 erhalten, in dem über hundert Handwerker und Künstler wohnen und arbeiten.Die Initiative Esso-Häuser: setzt sich nach wie vor ein für eine Politik, die sich an den Bedürfnissen der Menschen auf St. Pauli orientiert und nicht an den Profitinteressen der Immobilienwirtschaft!

Nach dem Abriss der Esso-Häuser hat sie eine umfassende Beteiligung der Menschen auf St. Pauli an der Neubauplanung erkämpft. Dabei wurde in der PlanBude der St.Pauli-Code entwickelt, der als Leitlinie für alle Neubauprojekte auf St. Pauli verbindlich gelten soll.Park Fiction: Park Fiction: Ein politisch-künstlerisches Projekt, das 1995 – 2005 die Wunschproduktion für den gleichnamigen Park statt Bebauung organisiert hat und seit diesem Sommer Ideen für den Betonstreifen an der Elbe sammelt

Wohl oder Übel: Sie haben mit dem Stadtteilwohnzimmer in der Wohlwillstraße 10 einen selbstorganisierten, kulturellen Anlaufpunkt für den Stadtteil geschaffenSt. Pauli selber machen: Eine Plattform für Alle, die den Stadtteil solidarisch gestalten wollen. Wir greifen die Themen auf, die den Stadtteil beschäftigen, damit St. Pauli ein lebenswerter Stadtteil bleibt>

St. Pauli Office: Seit 2006 bieten sie Stadtteilrundgänge auf Sankt Pauli an — von Menschen aus dem Viertel gemacht für Interessierte aus aller Welt!St. Pauli Archiv: setzt sich mit Geschichte und Gegenwart dieses einmaligen Viertels auseinander und zeigt anhand von Rundgängen, Ausstellungen, Veranstaltungen und Publikationen die Vielfältigkeit St. Paulis.

Centro Sociale: Das Centro Sociale ist ein autonomer Nachbarschaftstreff, der 2008/2009 von vielen Anwohner*Innen erkämpft wurde, um einen Gegenpunkt zur zunehmenden Kommerzialisierung des Viertels zu schaffen.

Verein Gängeviertel: Seit 2009 sschützt der Verein das historische Gängeviertel vor Verfall und Abrissund hat in der Hamburger Innenstadt einen Raum geschaffen, in dem Neues entstehen kann durch Kunst, Kultur und Gespräche, in Ateliers, Wohnungen und sozialen Projekten.

Gnadenkoppel e.V.: Ist ein Wohnprojekt, bestehend aus 19 genossenschaftlichen Wohnungen. Die Bewohner*innen sind überwiegend Menschen, die bereits vorher im Stadtteil St. Pauli gewohnt haben und sich seit Jahren kennen.

fux eG: Will aus der ehemaligen Viktoria-Kaserne in Hamburg-Altona dauerhaft einen gemeinschaftlich betriebenen Produktionsort für Kunst, Kultur und Gestaltung, Gewerbe und Bildung, kleine Firmen sowie soziale Organisationen machen.

KAMPAGNE ZUM DOWNLOAD – ALLE BILDER HONORARFREI ZU VERWENDEN IM ZUGE DER BERICHTERSTATTUNG ÜBER WALKOFSHAME; PAULIHAUS; STPAULICODEJETZT:

Demo am 21.11.2020 – Walk of Shame

Walk of Shame Plakat zum selber ausdrucken. 21.11.2020 geht's los.
Walk of Shame Plakat zum selber ausdrucken. 21.11.2020 geht's los.

Lieber Nachbar*Innen, liebe Kiezfreund*Innen!

Wir laden euch ein zur lehrreichsten Demo eures Lebens, dem Sankt-Pauli-Walk-of-Shame. Gemeinsam folgen wir der Spur des Geldes, einmal quer durch St. Pauli. Kommt alle mit – auf eine Safari zu Immobilien und Verbrechen, zu Förderfällen, die sich als Milliardär entpuppen. G.M.B.H. & Nutella-Bande war gestern. Die neuen Kiezgauner kobern für Knoppers und Betongold, dealen Werther’s und Werte und verstehen sich gut mit staatlichen Stellen. Spazier mit gegen Büroklotz & Verdrängung am Neuen Pferdemarkt. Geh auf die Straße für ein buntes Stadtbild und die Erhaltung von Kulturorten!

Wann?

21.11.2020, 15 Uhr

Wo?

Millerntor Platz 1, 20359 Hamburg St. Pauli

Sicherheit / COVID-19

Alle COVID-19 Auflagen werden selbstverständlich eingehalten.
Insbesondere wird auf genügend Abstand sowie die Maskenpflicht geachtet.

Wir sind nicht allein!

Wir vernetzen uns und kämpfen gemeinsam. Der Walk of Shame wird mitgestaltet und begleitet von:

Initiative Sternbrücke

Initiative Sternbrücke: Sie kämpft für den Erhalt der denkmalgeschützten Sternbrücke und den Kulturort Sternbrücke mit seinen Clubs und Bars.

Viva La Bernie

Viva La Bernie: Sie wollen den Werkhof in der Bernstorffstraße 117 erhalten, in dem über hundert Handwerker und Künstler wohnen und arbeiten.

Esso-Häuser

Initiative Esso-Häuser: setzt sich nach wie vor ein für eine Politik, die sich an den Bedürfnissen der Menschen auf St. Pauli orientiert und nicht an den Profitinteressen der Immobilienwirtschaft!
Nach dem Abriss der Esso-Häuser hat sie eine umfassende Beteiligung der Menschen auf St. Pauli an der Neubauplanung erkämpft. Dabei wurde in der PlanBude der St.Pauli-Code entwickelt, der als Leitlinie für alle Neubauprojekte auf St. Pauli verbindlich gelten soll.

Park Fiction

Park Fiction: Ein politisch-künstlerisches Projekt, das 1995 – 2005 die Wunschproduktion für den gleichnamigen Park statt Bebauung organisiert hat und seit diesem Sommer Ideen für den Betonstreifen an der Elbe sammelt.

Wohl oder Übel

Wohl oder Übel: Sie haben mit dem Stadtteilwohnzimmer in der Wohlwillstraße 10 einen selbstorganisierten, kulturellen Anlaufpunkt für den Stadtteil geschaffen.

St. Pauli selber machen

St. Pauli selber machen: Eine Plattform für alle, die den Stadtteil solidarisch gestalten wollen. Wir greifen die Themen auf, die den Stadtteil beschäftigen, damit St. Pauli ein lebenswerter Stadtteil bleibt.

St.Pauli Office

St.Pauli Office: Seit 2006 bieten sie Stadtteilrundgänge auf Sankt Pauli an — von Menschen aus dem Viertel gemacht für Interessierte aus aller Welt!

St. Pauli Archiv

St. Pauli Archiv: setzt sich mit Geschichte und Gegenwart dieses einmaligen Viertels auseinander und zeigt anhand von Rundgängen, Ausstellungen, Veranstaltungen und Publikationen die Vielfältigkeit St. Paulis.

Centro Sociale

Das Centro Sociale ist ein autonomer Nachbarschaftstreff, der 2008/2009 von vielen Anwohner*Innen erkämpft wurde, um einen Gegenpunkt zur zunehmenden Kommerzialisierung des Viertels zu schaffen.

Gängeviertel

Gängeviertel: Seit 2009 sschützt der Verein das historische Gängeviertel vor Verfall und Abrissund hat in der Hamburger Innenstadt einen Raum geschaffen, in dem Neues entstehen kann durch Kunst, Kultur und Gespräche, in Ateliers, Wohnungen und sozialen Projekten.

Gnadenkoppel e.V.

Gnadenkoppel e.V. ist ein Wohnprojekt, bestehend aus 19 genossenschaftliche n Wohnungen. Die Bewohner*innen sind überwiegend Menschen, die bereits vorher im Stadtteil St. Pauli gewohnt haben und sich seit Jahren kennen.

fux eG

fux eG: Will aus der ehemaligen Viktoria-Kaserne in Hamburg-Altona dauerhaft einen gemeinschaftlich betriebenen Produktionsort für Kunst, Kultur und Gestaltung, Gewerbe und Bildung, kleine Firmen sowie soziale Organisationen machen.

Wohnprojekt Parkhaus e.V. am Pinnasberg

Parkhaus: Das erste eigene Wohnprojekt der Genossenschaft St.Pauli Hafenstraße eG. Entstanden als Ergebnis des jahrelangen Kampfes von Anwohner*Innen für den Park Fiction. Weniger anzeigen

Download: Walk of Shame Plakat

Hier gibt es das Plakat zum selber drucken:
>> Demo-Walk-of-Shame-A4.pdf

Bunker-Baugenehmigung an der Feldstraße vor Gericht

PRESSEMITTEILUNG

Größenvergleich: Alt gegen neu. Der Bunker an der Feldstraße. Nach der Bebauung wir der Bunker ca. 3x so groß.
Größenvergleich: Alt gegen neu. Der Bunker an der Feldstraße.

Am Mittwoch, den 15.7.2020, um 10:00 h, ist es so weit. Verhandelt wird über die Rechtmäßigkeit der Baugenehmigung zur massiven Aufstockung des Hochbunkers an der Feldstraße 66 vor den Verwaltungsgericht Hamburg, Lübeckertordamm 4, 2. Stock, im Raum 2.47.

Klage

Geklagt gegen die Baugenehmigung hat ein langjähriger Anwohner und Stadtentwicklungsexperte aus dem Karolinenviertel, der seine gesetzlichen Beteiligungsrechte als Anwohner und Bürger, die ihm nach § 3 Baugesetzbuch (BauGB) zustehen, verletzt sieht. Nach seiner Ansicht bedarf es bei allen städtebaulichen Nachverdichtungsmaßnahmen sowie grundlegenden baulichen Nutzungsänderungen im innerstädtischen Umfeld, welche über das übliche Maß z.B. einer Baulückenschließung hinausgehen, zunächst der Erstellung eines Bebauungsplans. Erst danach und auf der Grundlage eines Bebauungs-plans kann und darf eine so weit reichende Baugenehmigung erfolgen.

Kläger Mario Bloem

Mario Bloem, Stadtentwicklungsplaner und Anwohner im Karolinenviertel erläutert:
„Ich betrachte eine Genehmigung eines solch massiven Bauwerks an der Feldstraße, das die gegenüberliegenden Häuser um mehr als das 3-fache überragt, nach § 34 BauGB für unzulässig. § 34 BauGB erlaubt lediglich, Bauwerke zu genehmigen, die sich vollständig in die vorhandene Bebauung und Umgebung einfügen. Bei der genehmigten Bunkeraufstockung muss auch das Gericht feststellen, dass hier von einer Einfügung in die Umgebung nicht gesprochen werden kann. Die Gebäude an der Feldstraße haben lediglich 5-6 Geschosse und sind ca. 16 m hoch. Der genehmigte Bunker hätte eine Höhe von 58 m, was umgerechnet einem ca. 18 bis 19-stöckigen Gebäude entspricht. Kein einziges Gebäude in einem Umkreis von 300 m um den Bunker herum hat jedoch mehr als 8 Geschosse oder ist mehr als 30 m hoch.“

St. Pauli Code JETZT! begrüßt die Klage des Anwohners Mario Bloem ausdrücklich. Aus Sicht der Bürger*inneninitiative, die sich in den vergangenen 6 Monaten sehr aktiv für eine transparentere und bürgernahe Stadtplanung in St. Pauli einsetzt, wirkt die zur Zeit stattfindende Bunker-Aufstockung wie ein Schlag in das Gesicht für den Stadtteil.

Stimmen von der Initiative St. Pauli Code JETZT!

„War doch alles in Ordnung mit dem Bunker, mit den Clubs, mit dem Denkmalschutz, mit der Koexistenz von alt und neu. Ein Hotel und eine zusätzliche Veranstaltungshalle wollte hier wirklich keine:r. Das wusste auch die Politik und auch die Verwaltung. Der Stadtteil hatte sich schon gegen diese Eventhalle ausgesprochen, die sogenannte St. Pauli Music Hall hätte die Rindermarkthalle platt gemacht und wurde vom Stadtteil durch aktive Bürger:innen und Nachbar:innen verhindert! Aber ohne Rücksicht darauf, dass die hier lebenden Menschen solche großkotzigen Bauprojekte hier nicht wollen, weder nutzen wir sie noch möchten wir neben ihnen wohnen, knallt uns die Stadt hier genauso ein Projekt vor die Nase. Und wieder ohne Beteiligung, einfach über unsere Köpfe hinweg.“ empört sich Fee (26) von der Initiative.

„Das Projekt war aus meiner Sicht von vorne herein ein Täuschungsmanöver. Hier ging es doch nie um einen Stadtteilgarten oder um die Öko-Bilanz oder um Urban Gardening, so ein Quatsch. Durch das bisschen Dach- und Fassadenbegrünung wird doch die CO2-Belastungen, die durch den Bau selber entsteht, niemals ausgeglichen und durch die Abholzung der großen Bäume, die vor dem Bunker standen, noch verschlimmert. Das ist doch alles Greenwashing einer PR-Agentur in Zusammenarbeit mit einer Pseudo-Bürger*innenIni, diese Hilldegarden e.V. – Leute, die dann auch noch mit den Geldern des Investors ausgestattet wurden. Das war Betrug ohne Ende, als ob die Bürger:innen dieses Stadtteils jemals für so einen Entwurf gewesen wären! Bei der Bunkeraufstockung ging es von Anfang an nur um Profit. Hätte man wirklich Grünflächen für den Stadtteil schaffen wollen, dann hätten man das viel leichter und kostensparender auf dem Boden machen können, zum Beispiel vor dem Feldbunker, wo die großen Bäume standen oder auch am Feldeck. Da parken jetzt nur Autos…hier hätte man ganz einfach echtes, leicht zugängliches Grün für alle Anwohner:innen machen können.“ so Fee von der Bürger:innen Initiative St. Pauli Code JETZT!

Fazit

Unklar ist, wie die Verwaltungsrichter dies alles am 15.7.20 sehen werden. Es wird sicherlich eine spannende Verhandlung. Zumal bereits am Anfang über einen Befangenheitsantrag gegenüber einem der Richter zu entscheiden ist. Der Vorwurf: Der Richter hat im Rahmen der Prozessvorbereitung fehlende Neutralität zum Vorteil des Investors erkennen lassen.

St. Pauli Code JETZT! update 008 – Kammer des Schreckens

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Es wird gruselig

St. Pauli Code JETZT! berichten in diesem schauerlichen Update von der Kammer des Schreckens.
Dabei handelt es sich um die Kommission für Bodenordnung, die für den Kauf und Verkauf von städtischen Grundstücken in Hamburg zustädnig ist.


Ihr kennt die Kommission nicht?

Das ist nicht weiter verwunderlich. Das Gremium tagt seit jeher im Geheimen. In protokollossen Sitzungen wird über Grundstücke in Milionenhöhe entschieden. Auch die Baugenehmigung für das „Paulihaus“ wurde hier hinter verschlossenen Türen entschieden.

Ausgabe vom 31.10.2020.

Jetzt gegen die Baugenehmigung für das „Paulihaus“ Widerspruch einlegen!

Schon über 260 Personen haben seit dem 9.10.2020 Widerspruch eingelegt, das sind mehr als 10 Personen pro Tag.

Wie kann ich den Widerspruch einlegen?
Download der Formulare
Wichtiger Hinweis: Behörde droht mit Kosten
Informationen zur Rücknahme des eigenen Widerspruchs

Widerspruch gegen die Baugenehmigung für das "Paulihaus" einreichen. St. Pauli Code JETZT!

Die Baugenehmigung für das „Paulihaus“ wurde letztes Jahr am 27.12. erteilt. Es besteht für euch rechtlich die Möglichkeit in den nächsten 12 Monate dagegen Widerspruch einzulegen. Ihr müsst lediglich in Hamburg gemeldet dein. Mehr nicht.

Wie kann ich den Widerspruch einlegen?

Hier findet ihr drei Versionen (kurzmittellang) zum Ausfüllen und faxen. Wer kein Fax hat, kann das ausgefüllte Formular im „Maharaja“ abgeben oder per mail senden an:
keinpaulihaus@gmx.de

Wir leiten es per FAX an das Bezirksamt weiter und können auf diese Weise die fristgerechte Einreichung Eures Widerspruchs rechtswirksam belegen.

Wenn ihr selber faxt, dann gebt gerne Bescheid (per Mail an keinpaulihaus [at] gmx.de), dass ihr Widerspruch eingelegt habt, damit dort gesammelt werden kann, wieviel Widersprüche eingegangen sind.

Download der Formulare

>> Formular für Widerspruch Baugenehmigung Paulihaus [lang]

>> Formular für Widerspruch Baugenehmigung Paulihaus [mittel]

>> Formular für Widerspruch Baugenehmigung Paulihaus [kurz]

Wichtiger Hinweis: Behörde droht mit Kosten

Nachdem das Bezirksamt Hamburg-Mitte zunächst gar keine Reaktion auf die Widersprüche zeigte, bewegt sich nun doch etwas.

Die ersten Bestätigungsschreiben des Amtes erreichen unsere Briefkästen. Darin steht, dass der Widerspruch angekommen ist. Gleichzeitig wird jedoch mit Kosten gedroht, die in dem Fall eintreten, falls der Widerspruch abgelehnt wird.

Es spitzt sich nun also zu: Der Milliardär Axel Oberwelland bekommt auf St. Pauli ein Grundstück zu Sonderkonditionen vor die Füsse gelegt,… und wer etwas dagegen sagt, bekommt von der Behörde ein Schreiben, in dem Kosten angedroht werden, falls der Widersprechende nicht bis zu einem gewissen Datum den Widerspruch zurückzieht.

Wir bleiben natürlich an dem Thema dran.
Wenn ihr Fragen zu Eurem Widerspruch oder zur Antwort des Bezirks habt, könnt’ ihr eine Mail senden an: keinpaulihaus@gmx.de

Informationen zur Rücknahme des eigenen Widerspruchs

Wir haben euch zwei Formulare erstellt, damit ihr auf das Schreiben des Bezirks Hamburg-Mitte reagieren könnt:

a) Rückzugs-Formular „Z“, welches die kostenfreie Rücknahme des Widerspruches ermöglicht

b) Weitermachen-Formular „W“, das die Behörde – bei weiterhin möglichst begrenztem Risiko – fortgesetzt beschäftigt

Wer kein Fax-Gerät hat, kann das jeweilige Formular im Maharaja abgeben oder an keinpaulihaus@gmx.de schicken. Wir faxen die Formulare dann raus.

Gemeinsam für den Erhalt des
St. Pauli Codes!

21 Bäume statt Büroklotz

Um das umstrittene Bauprojekt zu realisieren, sollen 21 Bäume an der Budapester Straße gefällt werden. Bedingung für eine Fällung ist eine Ersatzbepflanzung. Diese soll zwar erfolgen, jedoch ist nirgends wirklich aufgeführt wo und wann das passiert. Weder zum Wo noch zum Wann konnten wir bisher nähere Informationen finden. Und wir alle wissen, was erst mal weg ist, ist weg.

Bilder von der Aktion „Rettet die 22 Bäume“

Wir AnwohnerInnen leben hier. Die Bäume sind Teil unserer Nachbarschaft. Sie sorgen für bessere Luft an der vierspurigen Straße, federn den Lärm des Verkehrs ab und erlauben einen Blick auf die Denkmalgeschütze Rindermarkthalle.

Tatsächlich befindet sich sogar ein offiziell schützenswerter Baum in der Gruppe. Eine ca. 90 Jahre alte Robinie. Leider hilft das weder dem Baum noch uns sonderlich viel, denn für ein Strafgeld von 5.000 Euro darf man ihn trotzdem fällen.

Am Dienstag den 28.01.2020 haben wir als Zeichen unseres Protests 21 Kreuze aufstellen

Vor jeden Baum eines. So wollen wir symbolisch auf ihren geplanten Tod hinweisen, aber vor allen Dingen darauf, dass es nicht zu spät ist sich gegen das sogenannte Paulihaus und die massive bauliche Veränderung in unserer Nachbarschaft zu wehren… sowie diese 21 Bäume für unsere Nachbarschaft, für das Klima und das Stadtbild zu retten.