Kein „Paulihaus“ – Wir bleiben laut!

Versammlung

Am 15.1.2021 findet vor dem Maharaja eine weitere Versammlung statt.
Erneut Support von Charlotte Ortmann (Sax /HH) und Nappy G (DJ /NY).

Die Versammlung findet 19:00 Uhr bis 20:00 Uhr statt.

Impressionen aus Dezember 2020

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Fotos: Sebastian Linke

15.1.21 Versammlung: Kein „Paulihaus“ auf St. Pauli

+++ wir bleiben laut +++

St. Pauli Code JETZT!
15.1.21 Versammlung: kein "Paulihaus" auf St. Pauli  Wir bleiben laut!
15.1.21 Versammlung: kein „Paulihaus“ auf St. Pauli

Wir bleiben laut! Am 15.1.2021 folgt die nächste Versammlung vorm Maharaja.
Alles mit Abstand und Corona konform inkl. musikalischer Begleitung.

Wann?

15.1.2021 19:00-20:00 Uhr

Wo?

Maharaja: Neuer Pferdemarkt 34, 20359 Hamburg

Special Guests

Nappy G – DJ /NY
Charlotte Ortmann Saxophone /HH

Plakat zum Download

Versammlung 15.1.2021 Kein „Paulihaus“ auf St. Pauli

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Fotos: Sebastian Linke

St. Pauli Code JETZT! update 009 – Wie steht es eigentlich um das Tonstudio „Rekorder Hamburg“?

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Weil eine Investorengruppe am Neuen Pferdemarkt einen Büroklotz (das sogenannte „Paulihaus„) bauen möchte, musste das TonstudioRekorder Hamburg“ vor 18 Monaten aus ihren Räumen am Neuen Pferdemarkt ausziehen. Das Baukonsortium und die sie unterstützenden Politiker*innen betonen immer wieder, dass die Bestandsmieter in den Neubau integriert werden und sich die Miete im „unteren Preissegment“ bewegt. Also alles in Butter für „Rekorder Hamburg“? Wir haben mit einem der Betreiber des Tonstudios gesprochen.

Ausgabe vom 11.12.2020.

Themen

0:33 Interview mit „Rekorder Hamburg“
10:26 Wer widersprechen will muss zahlen???
13:33 Wir bleiben LAUT!

Neue Formulare für das Entwidmungsverfahren

Liebe Aktive,
wegen der hohen Gebühren, welche der Bezirk Hamburg-Mitte beim Entwidmungsverfahren ausgedacht hat (EUR 30,- bis EUR 2.000,-), habe wir 2 neue Formulare „Ex“ und „Ey“ verfasst:

Mit „Formular Ex“ kann man gebührenfrei aus dem Verfahren aussteigen – gleichzeitig der Verwaltung aber noch mal seine Meinung sagen.

Mit „Formular Ey“ bleibt man im Verfahren, nimmt die Verwaltung aber etwas deutlicher aufs Korn und stellt eine Reihe von Rückfragen. Hier löst man also Beschäftigung …und hoffentlich..weiteres Nachdenken aus. Auch hier kann man später noch gebührenfrei seinen Rücktritt erklären, falls das nötig werden sollte.

Euer St. Pauli Code JETZT!

Kundgebung gegen das „Paulihaus“

Ort: Neuer Pferdemarkt 34, 20359 Hamburg

Datum: Donnerstag, 10.12.2020

Zeit: 18:00 bis 18:45 Uhr

Special Guest

Nappy G (DJ /NY) und Charlotte Ortmann (Saxophone /HH)

St. Pauli Code JETZT! Kundgebung: kein „Paulihaus“ am Donnerstag 10.12.2020

PDF Plakat zum selber drucken

Hier findet ihr das Poster-PDF zur Kundgebung 10.12.2020.

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Die Veranstaltung findet ihr auch auf Facebook:
Kundgebung gegen das „Paulihaus“ 12.12.2020
Bitte teilen.

Demo am 21.11.2020 – Walk of Shame

Walk of Shame Plakat zum selber ausdrucken. 21.11.2020 geht's los.
Walk of Shame Plakat zum selber ausdrucken. 21.11.2020 geht's los.

Lieber Nachbar*Innen, liebe Kiezfreund*Innen!

Wir laden euch ein zur lehrreichsten Demo eures Lebens, dem Sankt-Pauli-Walk-of-Shame. Gemeinsam folgen wir der Spur des Geldes, einmal quer durch St. Pauli. Kommt alle mit – auf eine Safari zu Immobilien und Verbrechen, zu Förderfällen, die sich als Milliardär entpuppen. G.M.B.H. & Nutella-Bande war gestern. Die neuen Kiezgauner kobern für Knoppers und Betongold, dealen Werther’s und Werte und verstehen sich gut mit staatlichen Stellen. Spazier mit gegen Büroklotz & Verdrängung am Neuen Pferdemarkt. Geh auf die Straße für ein buntes Stadtbild und die Erhaltung von Kulturorten!

Wann?

21.11.2020, 15 Uhr

Wo?

Millerntor Platz 1, 20359 Hamburg St. Pauli

Sicherheit / COVID-19

Alle COVID-19 Auflagen werden selbstverständlich eingehalten.
Insbesondere wird auf genügend Abstand sowie die Maskenpflicht geachtet.

Wir sind nicht allein!

Wir vernetzen uns und kämpfen gemeinsam. Der Walk of Shame wird mitgestaltet und begleitet von:

Initiative Sternbrücke

Initiative Sternbrücke: Sie kämpft für den Erhalt der denkmalgeschützten Sternbrücke und den Kulturort Sternbrücke mit seinen Clubs und Bars.

Viva La Bernie

Viva La Bernie: Sie wollen den Werkhof in der Bernstorffstraße 117 erhalten, in dem über hundert Handwerker und Künstler wohnen und arbeiten.

Esso-Häuser

Initiative Esso-Häuser: setzt sich nach wie vor ein für eine Politik, die sich an den Bedürfnissen der Menschen auf St. Pauli orientiert und nicht an den Profitinteressen der Immobilienwirtschaft!
Nach dem Abriss der Esso-Häuser hat sie eine umfassende Beteiligung der Menschen auf St. Pauli an der Neubauplanung erkämpft. Dabei wurde in der PlanBude der St.Pauli-Code entwickelt, der als Leitlinie für alle Neubauprojekte auf St. Pauli verbindlich gelten soll.

Park Fiction

Park Fiction: Ein politisch-künstlerisches Projekt, das 1995 – 2005 die Wunschproduktion für den gleichnamigen Park statt Bebauung organisiert hat und seit diesem Sommer Ideen für den Betonstreifen an der Elbe sammelt.

Wohl oder Übel

Wohl oder Übel: Sie haben mit dem Stadtteilwohnzimmer in der Wohlwillstraße 10 einen selbstorganisierten, kulturellen Anlaufpunkt für den Stadtteil geschaffen.

St. Pauli selber machen

St. Pauli selber machen: Eine Plattform für alle, die den Stadtteil solidarisch gestalten wollen. Wir greifen die Themen auf, die den Stadtteil beschäftigen, damit St. Pauli ein lebenswerter Stadtteil bleibt.

St.Pauli Office

St.Pauli Office: Seit 2006 bieten sie Stadtteilrundgänge auf Sankt Pauli an — von Menschen aus dem Viertel gemacht für Interessierte aus aller Welt!

St. Pauli Archiv

St. Pauli Archiv: setzt sich mit Geschichte und Gegenwart dieses einmaligen Viertels auseinander und zeigt anhand von Rundgängen, Ausstellungen, Veranstaltungen und Publikationen die Vielfältigkeit St. Paulis.

Centro Sociale

Das Centro Sociale ist ein autonomer Nachbarschaftstreff, der 2008/2009 von vielen Anwohner*Innen erkämpft wurde, um einen Gegenpunkt zur zunehmenden Kommerzialisierung des Viertels zu schaffen.

Gängeviertel

Gängeviertel: Seit 2009 sschützt der Verein das historische Gängeviertel vor Verfall und Abrissund hat in der Hamburger Innenstadt einen Raum geschaffen, in dem Neues entstehen kann durch Kunst, Kultur und Gespräche, in Ateliers, Wohnungen und sozialen Projekten.

Gnadenkoppel e.V.

Gnadenkoppel e.V. ist ein Wohnprojekt, bestehend aus 19 genossenschaftliche n Wohnungen. Die Bewohner*innen sind überwiegend Menschen, die bereits vorher im Stadtteil St. Pauli gewohnt haben und sich seit Jahren kennen.

fux eG

fux eG: Will aus der ehemaligen Viktoria-Kaserne in Hamburg-Altona dauerhaft einen gemeinschaftlich betriebenen Produktionsort für Kunst, Kultur und Gestaltung, Gewerbe und Bildung, kleine Firmen sowie soziale Organisationen machen.

Wohnprojekt Parkhaus e.V. am Pinnasberg

Parkhaus: Das erste eigene Wohnprojekt der Genossenschaft St.Pauli Hafenstraße eG. Entstanden als Ergebnis des jahrelangen Kampfes von Anwohner*Innen für den Park Fiction. Weniger anzeigen

Download: Walk of Shame Plakat

Hier gibt es das Plakat zum selber drucken:
>> Demo-Walk-of-Shame-A4.pdf

Milliardär, Axel Oberwelland, erhält städtische Wirtschaftsförderung für Neubau auf St. Pauli

Berliner Multimilliardär, Axel Oberwelland, ist größter Anteilseigner des Paulihauses

Die Pahnke Markenmacherei, die sich selbst gerne als „innhabergeführte“ Agentur bezeichnet, ist jedoch – wie nun bekannt wurde – gar nicht die kleine, eigenständige Werbeagentur, die sie vorgibt zu sein. Denn 65% der Firma gehören dem Berliner Multimilliardär und Storck-Erben Axel Oberwelland. Er ist laut Forbes Magazin auf Platz 437 der reichsten Menschen der Welt und stolze 4,9 Milliarden US Dollar schwer. Unter den Deutschen ist er auf Platz 89 und in Berlin führt er die Liste der Milliardäre sogar an. Vor ihm war Verlagschefin Fride Springer die Spitzenreiterin.

Und nicht nur das: Axel Oberwelland ist auch größter Anteilseigner des geplanten Bürogebäudes. Wir erinnern uns: Seine Firma, die Pahnke Markenmacherei wurde als „Wirtschaftsförderungsfall“ eingestuft, um der Firma in Hamburg einen roten Teppich auszurollen. Erstaunlich ist, dass Pahnke, oder genauer gesagt Axel Oberwelland, im Januar dieses Jahres, also 2020, nun zwei neue Firmen ins Handelsregister eintragen ließ: Pauliwork und “Pahnke Immobilien GmbH”. Deren Geschäftszweck ist nicht die Werbung, sondern das „Verwalten von eigenem oder fremden Grundbesitz sowie das Halten und Verwalten von Beteiligungen an anderen Unternehmen, die ebenfalls im Bereich der Verwaltung eigenen Vermögens tätig sind.“ (Quelle: https://www.northdata.de/Pahnke+Immobilien+GmbH,+Hamburg/HRB+161156)

Bei “Pauliwork” klingt es ähnlich: „Das Verwalten von eigenem oder fremdem Grundbesitz, insbesondere Schaffung und Betreiben einer Co-Working-Infrastruktur, sowie das Halten und Verwalten von Beteiligungen an anderen Unternehmen, die ebenfalls im Bereich der Verwaltung eigenen Vermögens tätig sind.“ (Quelle: https://www.northdata.de/Pauliwork+GmbH,+Hamburg/HRB+160709)

Zwei Firmen also, die Büroflächen und Schreibtischarbeitsplätze an Fremdnutzer vermieten wollen. Da stellt sich doch die Frage was diese Firmen wirklich mit dem 6-geschossigen Bürohaus am Neuen Pferdemarkt anfangen wollen? Wirklich selbst dort einziehen und ein netter neuer Nachbar sein oder durch die Vermietung von, eng möblierten Co-Working-Arbeitsflächen den Milliardär Axel Oberwelland noch reicher machen?

Hamburg muss weitere Millionen investieren und geht selbst fast leer aus

Würde die Förderung dem Gemeinwohl dienen oder für Hamburg ungemein ertragreich sein, so könnte man diesen skurrilen Förderfall vielleicht sogar noch verstehen, aber auch das ist nicht der Fall.

Die Abgeordnete der Linken Heike Sudmann stellte in ihrer schriftlichen, kleinen Anfrage an den Hamburger Senat am 07.09. folgende Frage: „Falls es einen maximalen Betrag für die von der Stadt und ihren Unternehmen zu tragenden Kosten gibt: wie hoch ist dieser Betrag? Falls es keine Obergrenze gibt: weshalb nicht?“

Die Antwort des Senats lautete wie folgt: „Grundstücksbedingte Mehrkosten (Sielverlegung, Abbruch und Überbauung des Stammsiels der Hamburger Stadtentwässerung) werden durch die Freie und Hansestadt Hamburg (FHH) nur bis zur Grenze von 5.998.225 € getragen, so dass der FHH ein Mindesteinmalentgelt in Höhe von 500.000 € verbleibt.“

Im Klartext bedeutet das, dass Hamburg innerhalb der 60 Jahren, in denen die Stadt das Grundstück in private Hände geben will, nur einen Mindestgewinn von knapp 500.000 Euro erwarten kann. Das sind gerade mal 8.333 Euro pro Jahr oder 695 Euro im Monat. Im Vergleich dazu zahlt das kleine, gefährdete Restaurant, das sich an dieser Stelle zurzeit noch befindet, das Maharaja, mehr als das Fünffache an Miete an die Stadt Hamburg.

Kann das der Sinn einer Wirtschaftsförderung sein? Dass ein kleiner, inhaber*innengeführter, bestehender, Hamburger Betrieb mit 25 Mitarbeitenden (das Restaurant Maharaja) vertrieben wird, damit ein Berliner Milliardär seinen Traum der gewinnmaximierten Weitervermietung von Arbeitsflächen realisieren kann?

Diesen Donnerstag (17.09.2020) tagt die Kommission für Bodenordnung im Geheimen und will entscheiden, ob das bisher städtische Grundstück an das Baukonsortium inkl. Pahnke vergeben wird.

Alles ist offen, denn mittlerweile hat auch Kathrin Guthmann, Besitzerin des Restaurants Maharaja ihre Bewerbung für das Grundstück abgegeben. Sie will bleiben und für die Erhaltung des Ortes, der so wichtig für den Stadtteil St. Pauli ist, und für ihr Restaurant kämpfen.

Hintergrund

Dass am Neuen Pferdemarkt ein 6-stöckiges, hochumstrittenes Bürogebäude entstehen soll ist schon lange bekannt. Dafür sollen Arbeitsplätze, Gebäude, Hecken und Bäume weichen. Für die Realisierung des Neubaus auf dem Gelände der Rindermarkthalle will die Stadt Hamburg sorgen. 2018 stufte sie das Projekt sogar als „Wirtschaftsförderungsfall“ ein. Eine unmittelbar Anhandgabe der Fläche erfolgte nachdem sich die Pahnke Markenmacherei dem Baukonsortium (Steg, Argus, Hamburg Team) angeschlossen hatte. Die Werbeagentur argumentierte, dass sie neue, größere Flächen für ihre Mitarbeiter*Innen brauche. Diese müssten unbedingt auf dem, für den Stadtteil bedeutenden Eckgrundstück entstehen. Anderenfalls sähe man sich, aufgrund von unzumutbaren Arbeitswegen, gezwungen mit der gesamten Belegschaft nach Berlin abzuwandern. Ob es zum Zeitpunkt der Vergabe der Wirtschaftsförderung Alternativgrundstücke oder bereits bestehende, leerstehende Büroflächen gab wurde von der Stadt Hamburg gar nicht geprüft.

Die Mitglieder der Initiative St. Pauli Code JETZT! hatten bereits auf einer öffentlichen Diskussionsveranstaltung im November 2019 auf zahlreiche leerstehende Büroflächen hingewiesen und im eigenen Youtube-Format „St. Pauli Code JETZT! +++Update+++“ darüber hinaus auch noch drei freie Bauflächen in unmittelbarer Umgebung  aufgezeigt, auf denen sofort gebaut werden könnte, ohne funktionsfähige Gebäude abzureißen.. (YouTube, ab Minute 5:07). Weder Bezirksamt noch Baukonsortium waren für die Initiative für persönliche Gespräche zum Thema erreichbar.

Wie und an wen Wirtschaftsförderung in Hamburg vergeben wird und welche Kriterien man als Förderwilliger erfüllen muss, ist für viele ein großes Geheimnis, denn die Gutachten werden nicht veröffentlicht. Schade, denn beim Paulihaus wäre dabei vielleicht sehr früh erkennbar geworden, dass hier eine Person gefördert werden soll, die geradezu in Geld schwimmt,

Kritische Informationen zum Neubauprojekt finden sich hier:

www.StPauliCodeJETZT.de
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